Alle Teilnehmer zusammen an der Startampel

Das erste Rennwochenende der Saison ist gestartet: Bei bestem Wetter reisen am Feiertag, dem 01. Mai, alle Teams in Zerbst an. Schon beim Aufbau war die Vorfreude auf ein intensives, lehrreiches und spannendes Wochenende deutlich spürbar.

Technik verstehen – von Anfang an

Der Samstag begann früh und besonders praxisnah: Bereits um 8:30 Uhr führten Sven Klut und Sven Spanowski eine außergewöhnliche Form der technischen Abnahme durch. Anstatt einer klassischen Kontrolle wurden die Nachwuchsfahrer in Gruppen eingeteilt und erhielten konkrete Prüfaufgaben.

Die Kids überprüften anschließend eigenständig – und gegenseitig – ihre Rennfahrzeuge und lernten dabei, mögliche Mängel zu erkennen und anzusprechen. Eine wertvolle Erfahrung, die nicht nur technisches Verständnis, sondern auch Verantwortungsbewusstsein fördert.

Erste Hilfe – Sicherheit geht vor

Ab 10:30 Uhr stand ein weiterer wichtiger Programmpunkt auf dem Plan: Die Jugendlichen des DRK führten mit den Teilnehmern einen Erste-Hilfe-Kurs durch.

Mit viel Engagement und anschaulichen Übungen wurden wichtige Grundlagen vermittelt. Am Ende konnten sich alle Kids über ein Zertifikat freuen – ein starkes Zeichen dafür, wie ernst das Thema Sicherheit im Motorsport genommen wird.

Erste Tests und wichtige Abläufe

Nach dem Kurs nutzten die erfahrenen Fahrer die Gelegenheit, erste Testläufe auf der neuen Messanlage des 1. AMC Dessau zu absolvieren.

Gestärkt aus der Mittagspause ging es anschließend mit André Martens und den Sportwarten des 1. AMC Dessau in die Praxis: Im Startbereich und entlang der Strecke wurden Abläufe, Verantwortlichkeiten und sicherheitsrelevante Aspekte intensiv erklärt.

Dabei standen unter anderem folgende Themen im Fokus:

  • Zusammenarbeit zwischen Fahrern und Sportwarten
  • Verhaltensregeln und Anweisungsstrukturen
  • Startprozedere und typische Fehlerquellen
  • Fairness an der Startampel
  • Verhalten bei technischen Defekten auf der Strecke
  • Sicheres Verlassen der Rennstrecke

Diese Einweisung bildete die perfekte Grundlage für einen sicheren und reibungslosen Rennablauf.

Endlich Rennen!

Im Anschluss war es endlich so weit: Die ersten Qualifikationsrunden der Junior Internationals konnten beginnen.

Unter der Leitung von Andreas „Kalunki“ Dierking ging es direkt mit viel Energie und Begeisterung zur Sache. Die jungen Fahrer zeigten beeindruckenden Einsatz und lieferten spannende Läufe ab.

Action am Abend – Ausstieg-Challenge

Auch am Abend stand noch ein besonderes Highlight auf dem Programm: In einem Wettbewerb wurde das schnelle und sichere Aussteigen aus den Junior Dragstern trainiert.

Der ehemalige Junior Dragster Fahrer Lucas Potthoff demonstrierte eindrucksvoll, wie es geht. In seinem Mike Bos Dragster schaffte er es in nur 4,7 Sekunden sicher auszusteigen – eine beeindruckende Leistung!

Die Kids traten anschließend selbst im Duell gegen die Stoppuhr in ihren Junior Dragstern an. Besonders hervorzuheben sind Yannis Weyland und Lenny Fässler, die mit starken 5,2 Sekunden nur knapp hinter Lucas lagen.

Für ihren Einsatz wurden die Junioren zusätzlich belohnt: Lucas Potthoff übergab der Junior Dragster School eine Spende in Höhe von 75 €. Ein starkes Zeichen von Sportsgeist – vielen Dank und viel Erfolg für die laufende Saison!

Internationales Teilnehmerfeld und Nachwuchs

Insgesamt gingen 15 Fahrer in die erste Runde der Junior Internationals. Besonders bemerkenswert: Die weitesten Anreisen hatten Aurora Scappocin aus Italien und Smilte Yalute aus Estland.

Mit Rosalie Habermann und Shane Wisotzke konnten zudem zwei neue Nachwuchsfahrer begrüßt werden, die mit Unterstützung ihrer erfahrenen Eltern ihre ersten Schritte im Dragster-Rennsport machten.

Auch Ben Lehmann und Alia Kühne nutzen die Gelegenheit in ihren Rennfahrzeugen einige Läufe zu absolvieren. Am Abend absolvierte Ben einen Probe-COT und stieg in einer atemberaubenden Zeit von 3,4 Sekunden aus seinem Fahrzeug aus.

Weitere Klassen und Zwischenfälle

Neben den Junioren waren auch die Super Comp Bike Germany e. V. sowie die SOET Interessengemeinschaft vor Ort und trugen ihren ersten Meisterschaftslauf aus. Auch hier kam es zu packenden Duellen an der Startampel.

Leider kam es bei den Läufen zu einem Zwischenfall: Marie Rosen erlitt einen Motorplatzer und musste bei voller Fahrt vom Motorrad absteigen. Glücklicherweise blieb sie – abgesehen von zwei kleinen Kratzern – unverletzt und konnte den Abend bereits wieder entspannt im Fahrerlager genießen.

Sicherheit auch im Fahrerlager

Am Samstagabend besuchten Sven Klut und André Martens jedes Team direkt in den Boxen, um über Sicherheitsmaßnahmen im Fahrerlager zu sprechen.

Dabei wurden wichtige Punkte thematisiert:

  • gut sichtbare Feuerlöscher am Stellplatz
  • sichere Lagerung von Kraftstoffen
  • Verwendung von Umweltschutzmatten zur Aufnahme von Flüssigkeiten

Diese persönliche Betreuung wurde von den Teams sehr positiv aufgenommen und unterstreicht den hohen Stellenwert der Sicherheit im gesamten Event.

Spannung bis zum Schluss

Am Sonntag standen schließlich die Eliminations auf dem Programm. Die finalen Platzierungen und Wertungen werden in einem separaten Bericht von „Kalunki“ veröffentlicht.

Eines steht jedoch jetzt schon fest: Mit diesem perfekten Auftakt und hervorragenden Wetterbedingungen verspricht die Rennsaison spannende Duelle, großen Einsatz und jede Menge Motorsportbegeisterung.

Wir sind gespannt, wer sich am Ende den Meistertitel sichern wird!